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aus: NStPr 56/3 (2008)

Buch und Buchstabe sind Behälter, die der menschliche Geist konstruiert hat zu seiner eigenen Konservierung, um sich in ihnen zu erhalten und damit zu triumphieren über die Vergänglichkeit des Einzelindividuums, an das er einerseits immer unlöslich gebunden ist und mit dem er vergeht und von dem er doch andererseits auf diese eine Weise abtrennbar wird und frei und bleibend.

Buch und Buchstabe sind die genialsten Erfindungen des menschlichen Geistes, denn sie bedeuten nichts mehr und nichts weniger als den Sieg über den Tod.

Buch und Buchstabe sind die Schalen, in denen der menschliche Geist sich selber auffängt und weiter reicht von einem Geschlechte der Sterblichen zum andern.

(Rudolf Stövesand)



Die Bibliothek des ehemaligen Stenographischen Landesamtes in Dresden, die 1966 in die Sächsische Landesbibliothek integriert wurde, ist nicht nur in Deutschland, sondern auch international als einzigartige Spezialbibliothek bekannt. Als ich am 1. Juli 2006 die Betreuung dieser Sammlung übernahm, beglückwünschte mich deshalb ein Teil meiner Kolleginnen und Kollegen, einige aber bedauerten mich. Letztere glaubten, die Stenografie sei im Zeitalter moderner Methoden der Informationstechnologie ein „alter Hut", für den sich höchstens einzelne Historiker oder Stenografie-Spezialisten interessieren, bzw. nur noch ein Steckenpferd weniger Einzelpersonen. Daraus ergab sich dann der Trugschluss, dass die Sammlung nur eine geringe Benutzungsfrequenz aufzuweisen hat.

Das Bedauern artikulierte sich etwa wie folgt: Da sitzen Sie allein und einsam vor einem Berg alter verstaubter Bücher und Dokumente, die heute fast kein Mensch mehr lesen kann und warten auf die wenigen Zeitgenossen, die das vielleicht doch noch lesen können ... und damit Ihnen die Zeit nicht zu lang wird und Sie was Nützliches tun, werden Sie wahrscheinlich den ganzen Tag Titelaufnahmen von langweiligen Büchern in den Rechner eingeben.

Das zurückliegende Jahr hat gezeigt, dass dieses schreckliche berufliche Zukunftsbild für mich nicht eingetreten ist und dass diese Einschätzung der „stenografischen Lage" unrealistisch war.

Natürlich kann man die Benutzungsfrequenz einer so kleinen und besonderen Spezialsammlung nicht mit der einer Lehrbuchsammlung oder anderer Bestände der großen Dresdner Landes- und Universitätsbibliothek vergleichen. Dafür ist aber der Benutzerkreis umso vielfältiger. Denn obwohl die Stenografie im beruflichen wie im privaten Bereich durch moderne Technik immer mehr verdrängt wird, gibt es genügend Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, wo sie noch praktische Anwendung findet, z. B. im Bundestag und in den Landtagen, auf Kongressen, in Gerichtsverhandlungen und ähnlichen Veranstaltungen, bei denen das gesprochene Wort genau wiedergegeben werden muss, einschließlich aller Äußerungen aus dem unmittelbaren Umfeld der Veranstaltung. Die hier tätigen Meister ihres Faches erreichen eine für Laien fast unvorstellbare Schreibgeschwindigkeit. Sie sind genauso Nutzer der Stenografischen Sammlung wie die Mitglieder zahlreicher Vereine, in denen Stenografie und andere Methoden der Schreibtechnik gelehrt, geübt und gepflegt werden. Hinzukommen Auszubildende verschiedener wirtschaftlich bzw. bürowirtschaftlich orientierter Berufe. Oft wenden sich Wissenschaftler, Forschungseinrichtungen, Verlage und Privatpersonen, die biographische oder zeitgeschichtliche Informationen suchen, bei ihren Recherchen an die Stenografische Sammlung.

Das Interesse dieser historisch interessierten Benutzergruppe ist leicht erklärt: Die Stenografie wurde schon früh von wissenschaftlich Gebildeten genutzt und fand später, im 19. Jahrhundert, relativ schnell Eingang in die öffentliche Verwaltung. Sie gehörte bald auch zum Handwerkszeug vieler Schüler und Studenten. So findet man nicht selten wichtige Persönlichkeiten deutscher und internationaler Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik in irgendeiner Beziehung zur Stenografie wieder. Es sei an dieser Stelle nur auf einige Namen stellvertretend hingewiesen: Gerard van Swieten, Charles Dickens, Woodrow Wilson, Gustav Stresemann, Eduard David, Theodor Heuss, Herbert Wehner, Alfred Brehm, Astrid Lindgren, Erich Kästner, Lion Feuchtwanger, Elias Canetti und so weiter. Wenn wir bei Führungen darauf hinweisen, sind die Besucher meist sehr überrascht, dass so vielfältige historische Anknüpfungspunkte zur Stenografie bestehen.

Oft erreichen uns Anfragen nach Übertragungsmöglichkeiten aus den verschiedensten Stenografie‑Systemen. Die vorgelegten Texte beziehen sich nicht nur auf den privaten Bereich, z. B. aufgefundene Tagebücher der Großmutter oder Notizen, die die Erben gern lesen wollen. Auch von Museen und Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland werden wir öfter gebeten, stenografische Aufzeichnungen aus Nachlässen zu prüfen und eventuell Fachleute zur Übertragung zu vermitteln. Durch Pflege vielfältiger fachlicher Kontakte zu Spezialisten, die ältere Systeme beherrschen, sind wir in den meisten Fällen in der Lage, zu helfen.

In diesem Beitrag werden die Stenografische Sammlung, ihre Benutzungsmöglichkeiten sowie die weiteren Erschließungsaufgaben für die nähere Zukunft im Überblick dargestellt. Dabei soll der Fachwelt sowie den Vereinen und stenografisch und historisch Interessierten diese „Schatzkammer" an Beständen vorgestellt bzw. in Erinnerung gebracht werden. Die Sammlung ist so überwältigend reichhaltig, interessant und einmalig, dass man sich als Bibliothekar zwingen muss, nicht allzu viel verschiedene Erschließungsarbeiten auf einmal beginnen zu wollen. Das richtige Maß dabei zu finden, ist oft sehr schwer, und eine Beschränkung auf genau abgegrenzte Arbeitsprojekte ist dabei zwingend notwendig.

Auf die Geschichte der Sammlung, zu der bereits zahlreiche Aufsätze erschienen sind (vgl. Wedegärtner, Elfriede: Führer durch die Stenographische Sammlung der Sächsischen Landesbibliothek; Eigenverlag der Sächsischen Landesbibliothek; Dresden; 1989), wird nicht eingegangen. Nur wenige Ereignisse, die entscheidende Auswirkungen auf Bestandsaufbau und -erschließung hatten, seien hier erwähnt:

Die Bibliothek ging aus einer kleinen Sammlung von 14 Exemplaren der „Anleitung zur deutschen Stenographie oder Redezeichenkunst" von Franz Xaver Gabelsberger hervor, die Franz Jakob Wigard 1835 zur Heranbildung angehender Landtagsstenografen angeschafft hatte. Dieser Grundstock wurde bald durch Lehrmittel anderer Stenografiesysteme, Landtagsniederschriften, Gesetze u. a. ergänzt. Dieses erweiterte Sammelprofil ergab sich aus den Aufgaben des „Kgl. Stenographischen Instituts", das 1839 gegründet wurde und dem die Bibliothek zugeordnet war. Die Mitglieder des Instituts hatten sich neben der stenografischen Aufnahme der Verhandlungen des Parlaments mit der Erteilung von Unterricht, der Abnahme von Prüfungen, der Herausgabe von Zeitschriften sowie wissenschaftlicher und publizistischer Tätigkeit für die Verbreitung der Stenografie zu befassen.

In den 50er‑Jahren des 19. Jahrhunderts setzte dann ein Aufschwung in der Bibliotheksentwicklung ein. Regierungsrat Hugo Häpe veranlasste die Öffnung der Bibliothek für alle in Dresden wohnhaften Personen und regte eine gezielte Bestandsvermehrung an. Man war nunmehr bemüht, alle stenografischen Neuerscheinungen des In- und Auslandes zu erwerben, und versuchte, aus Nachlässen und antiquarischen Beständen wertvolle ältere Werke zu beschaffen. Aus dieser Zeit stammt z. B. die bedeutende Sammlung englischer und französischer Lehrbücher des 17. und 18. Jahrhunderts, um die uns noch heute manche Benutzer aus dem In- und Ausland beneiden. Die Bibliothek wurde durch den Vorstand persönlich oder durch ein jeweils extra benanntes Mitglied des Instituts verwaltet. 1858 stand Julius Woldemar Zeibig, ein Schüler Wigards, der Sammlung vor. Er arbeitete als Stenograf und führte auch die Korrespondenz des Instituts in sechs Sprachen. Im Auftrag der Regierung unternahm er 1860 eine Reise durch Belgien, England und Frankreich. Dank der dabei angeknüpften internationalen Beziehungen erfuhr die Bibliothek einen weiteren wichtigen Entwicklungsschub, besonders beim Erwerb fremdsprachiger Literatur.

1905 übernahm dann Albert Schramm, ein hervorragender Stenograf, Bibliothekar, Buchkundler und Esperantist, eine Sammlung, die bereits auf 22 000 Bände angewachsen war. Schramm ordnete die Bestände nach einer damals modernen Systematik neu. Sie entstammt der im Jahr 1900 zum Internationalen Stenografenkongress in Paris erschienenen „Bibliographie der stenographischen Literatur Deutschlands vom Jahre 1890 ‑ 1899" und war von einer „Kommission zur Förderung stenographischer Geschichtsförderung" bearbeitet und herausgegeben worden. Diese ist auch heute noch, mit einigen Ergänzungen versehen, als Aufstellungssystematik in Gebrauch. Sie erfüllt für den historischen Stenografie‑Bestand zwar noch ihren Zweck, weist aber bei Anwendung auf die „neueren" Sammelgebiete, z. B. Maschinenschreiben, Textverarbeitung und Bürowirtschaft, einige Defizite auf.

Bestand der Stenografischen Sammlung

Sammelschwerpunkte sind Stenografie, Maschinenschreiben/ Textverarbeitung und Bürowirtschaft. Gegenwärtig umfasst die Stenografische Sammlung ca. 52 000 bibliographische Einheiten (darunter fremdsprachige Werke in 52 Sprachen). Ständiger Erwerb von Neuerscheinungen und 80 laufend bezogene Zeitschriften halten die Bestände aktuell.

Der Sammelauftrag wurde im Laufe der Geschichte bezüglich der Stenografie stets universal gefasst. Das bedeutet, dass eine größtmögliche nationale und internationale Vollständigkeit angestrebt wurde und wird. Da außer den oben erwähnten Fachgebieten in Auswahl auch aus „Hilfswissenschaften" der Stenografie, der „Schrift- und Sprachwissenschaft" sowie der „Staatswissenschaft", einzelne Titel beschafft werden, muss sehr genau ausgewählt werden. Auch Schenkungen aus dem In- und Ausland gehen ein.

Zum Bestand gehören weiterhin Schallplatten und andere Tonträger, Handschriften und Original‑Stenogramme, eine Foto‑Sammlung, Plakate, Musikalien, Akten und Nachlässe. Andere Bestandseinheiten, die schon zu den Kuriosa in einer wissenschaftlichen Bibliothek gerechnet werden können, sind: Visitenkarten, Medaillen, philatelistische Objekte, Diplome, Urkunden, Bilder und sogenannte Stenografik, stenografische Schrift in der Kunst, Büsten und andere Objekte, die einen Bezug zur Stenografie aufweisen.

Eine kleine Sammlung historischer Schreibmaschinen wird zwar nicht aktiv vervollständigt, rundet aber den Überblick zum Sammelgebiet Maschinenschreiben gut ab.

Erschließung

Alle Neuerwerbungen ab 1993 sind im SLUB-Katalog recherchierbar (http://www.slub-dresden.de). Da darin gegenwärtig erst ungefähr die Hälfte des Steno‑Altbestandes eingearbeitet ist, sollte man bei der Literatursuche stets zusätzlich im alten Verfasser- bzw. Anonyma-Katalog nachsehen, der als Image‑Katalog (in digitalisierter Form ‑ IPAC) existiert. Dieser ist unter der Rubrik „Bücher bis 1993, Stenografische Sammlung bis 2000" zu finden.

Auch eine sachlich orientierte Recherche ist im SLUB‑Katalog möglich, wenn man im Index den „Regalstandort" wählt und dort die gewünschte Fachgruppe der Stenografie‑Systematik eingibt. Diese Systematik ist im Anonyma‑Teil des Image‑Kataloges der Sammlung zu finden.

Zeitschriften und andere Periodika (einschl. der entsprechenden Bestandsangaben) können sowohl über den SLUB‑Katalog als auch über die „Zentrale Zeitschriftendatenbank (ZDB)" gesucht werden.

Als unverzichtbare Instrumente für Fachauskünfte stehen derzeit noch drei ‑ schon mehrere Jahrzehnte geführte ‑ Zettelkataloge (als Dienstkataloge im Arbeitsraum) bereit: ein Systematischer Standortkatalog, der die sachliche Aufstellung der Bestände widerspiegelt, ein Biographischer Katalog, der Literatur zu Persönlichkeiten aus der Welt der Stenografie ausweist, sowie ein Schlagwort‑Katalog der Zeitschriftenaufsätze. Alle drei sind natürlich auch für Benutzer (nach Voranmeldung und im Rahmen der Öffnungszeiten der Sammlung) einsehbar.

Schwerpunkt der Erschließungsarbeit ist derzeit die retrospektive Eingabe der Altbestände in den SLUB‑Katalog (OPAC). Die meisten Fernleih‑Bestellungen beziehen sich auf Nachweise aus diesem Katalog. Das zeigt, wie dringend diese retrospektive Katalogisierung ist. Die Titel werden offenbar weniger über den IPAC gesucht und gefunden, sondern mehr in großen Verzeichnissen der Bibliotheksverbünde, in die auch der SLUB‑Katalog integriert ist.

Auch mit Blick auf die begrenzte Personal‑Kapazität sind daher vorerst keine weiteren Erschließungsprojekte geplant. Wünschenswert wären sicher die Aufarbeitung der Nachlässe, Überlegungen zur Erschließung der unselbständig erschienenen Literatur, der Sachzeugnisse (z. B. der Medaillen und Diplome) und vieles andere mehr. Das bleibt als Aufgabe für später. In Zusammenarbeit mit der Abteilung Deutsche Fotothek und mit der Mediathek des Hauses konnte aber mit der Aufnahme der Porträts in die Bild‑Datenbank sowie mit der Katalogisierung der historischen Schallplatten‑Sammlung begonnen werden. Auch mit dem Digitalisierungszentrum ist eine Zusammenarbeit auf gutem Weg. In nächster Zeit werden ausgewählte Titel als Volltexte bereitgestellt. An diesen Beispielen zeigt sich deutlich der Vorteil, in einen großen Bibliotheksbetrieb eingebunden zu sein.

Benutzung

Seit dem Einzug in den Neubau der SLUB im Jahre 2002 kann die Stenografische Sammlung unter besten Bedingungen benutzt werden. In der Ebene -2 befindet sich der Freihandbereich Stenografie mit 8 Leseplätzen und einer über 4 500 Bände umfassenden repräsentativen Auswahl aus dem Gesamtbestand, mit Nachschlagewerken sowie 22 laufend bezogenen Zeitschriften. Da die SLUB montags bis samstags von 8.00 bis 24.00 Uhr geöffnet ist, steht somit ein wichtiger Teil unserer Spezialsammlung ganztägig, unabhängig von den Arbeitszeiten der zuständigen Bibliothekarin, zur Benutzung offen. Im danebenliegenden klimatisierten Magazin befinden sich die übrigen Bestände.

Bestellungen können, wenn man die gewünschten Titel gefunden hat, entweder direkt, per Mail oder über Fernleihe aufgegeben werden. Einige ältere und/oder seltene Titel dürfen nur im Hause bzw. bei Fernleihe nur im Lesesaal der entleihenden Bibliothek genutzt werden. Ähnliche Einschränkungen bestehen bei Zeitschriften. Allerdings können von diesen benutzungseingeschränkten Materialien Kopien in Form von Scans (Übermittlung per Mail als PDF-Datei oder auf CD) kostenpflichtig angefertigt werden. Diese Form der Benutzung setzt sich zunehmend durch. Es gibt aber auch noch Benutzer aus dem In- und Ausland, die direkt anreisen und dann, oft mehrere Tage, in der Sammlung arbeiten. Dafür steht im Arbeitsraum ein zusätzlicher Leseplatz zur Verfügung.

Sollten seltene bzw. kostbare Werke nur unter Aufsicht nutzbar sein, werden diese im Lesesaal Sondersammlungen (Ebene -1, geöffnet Montag ‑ Mittwoch und Freitag 10 ‑ 17 Uhr, Donnerstag von 10 ‑19 Uhr und Samstag von 10 ‑ 14 Uhr) bereitgestellt.

Nach Voranmeldung können Besuchergruppen durch die Räume der Sammlung geführt werden. Je nach Wunsch erhalten sie dabei einen Einblick in die Geschichte der Stenografie und in den Bestand der Sammlung bzw. in einzelne Teilgebiete.

Als Benutzungshinweise zum Schluss seien noch die Zeiten, in denen die Stenografische Sammlung regulär mit Dienstpersonal besetzt ist, genannt: Montag bis Mittwoch und Freitag von 10 ‑ 17 Uhr, Donnerstag von 10 ‑ 19 Uhr. Für auswärtige Besucher sind auch Abweichungen von diesen Zeiten (auch am Samstag) nach Absprache möglich.

Auf der Homepage der SLUB findet man die Stenografische Sammlung entweder unter „Die SLUB von A bis Z", dort „Stenografische Sammlung", oder über die „Sammlungen", dort unter „Abteilung Sammlungen".

Ich würde mich freuen, wenn dieser Beitrag Fachkollegen aus den stenografischen und bürowirtschaftlichen Berufen sowie andere an der Stenografie und ihrer Geschichte interessierte Kreise auf die Stenografische Sammlung aufmerksam machen würde. Im Zeitalter des Internets ist der Zugang zur Sammlung wesentlich leichter geworden. Er wird im Laufe der kommenden Jahre noch weiter verbessert. Ob online, per E-Mail, per Telefon oder persönlich vor Ort ‑ Benutzer sind immer herzlich willkommen.

Kontakt: Homepage

Postanschrift: Rosemarie Hänsel, Sächsische Landesbibliothek ‑ Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Abteilung Sammlungen, 01054 Dresden

Telefon: 0351/467 75 42

Besucheradresse: 01069 Dresden, Zellescher Weg 18

E-Mail:

150. Todestag von Wilhelm Stolze

Einen unschätzbaren Beitrag zur Schaffung einer Kurzschrift, mit der Parlamentsdebatten aufgenommen werden konnten, hat Wilhem Stolze geleistet. Er war gleichsam der Urvater der Berliner Parlamentsstenografen, wie auch ein Brief Bismarcks an ihn zeigt. Zur Erinnerung an seinen Todestag mögen die Artikel von Rudolf Eggeling "Zum 100. Todestag Wilhelm Stolzes" aus dem Jahr 1967 und aus dem "Neuköllner Tageblatt" von 1917 dienen.