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Geschichtliches

Der Verband der Parlaments- und Verhandlungsstenografen wurde 1953 gegründet. Er knüpft damit an die Tradition des 1908 gegründeten Vereins Deutscher Kammerstenographen (VDK) an. Ihm gehören ca. 90 Prozent aller in den deutschen Parlamenten angestellten Parlamentsstenografen, frühere Parlamentsstenografen und neben- bzw. freiberuflich tätige Verhandlungsstenografen an.

 

Arbeitsschwerpunkte

Gemäß § 2 der Satzung sind die Wahrung und Förderung der beruflichen Belange der Parlaments- und Verhandlungsstenografen Zielsetzung des Verbandes. Dem dient beispielsweise die Durchführung wissenschaftlicher Fachtagungen und die Herausgabe der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift „Neue Stenografische Praxis", in der neben Fragen aus dem sprachlichen Bereich Themen aus dem Gebiet der Parlamentsgeschichte und Arbeitsabläufe im Parlament behandelt werden. Außerdem bilden der Schutz des Berufsstandes, die Förderung des Berufsnachwuchses und die Information der Öffentlichkeit Arbeitsschwerpunkte des Vorstandes. Eine Darstellung des Berufsbildes mit einer Adressliste der Stenografischen Dienste in Deutschland finden Sie hier als pdf-Dokument.

 

Mitgliedschaft

Mitglied des Verbandes kann nach der Satzung werden, wer die Berufsanforderungen erfüllt und nachweislich als Verhandlungsstenograf tätig ist oder diese Tätigkeit längere Zeit ausgeübt hat. Über die Aufnahme entscheidet der geschäftsführende Vorstand.

150. Todestag von Wilhelm Stolze

Einen unschätzbaren Beitrag zur Schaffung einer Kurzschrift, mit der Parlamentsdebatten aufgenommen werden konnten, hat Wilhem Stolze geleistet. Er war gleichsam der Urvater der Berliner Parlamentsstenografen, wie auch ein Brief Bismarcks an ihn zeigt. Zur Erinnerung an seinen Todestag mögen die Artikel von Rudolf Eggeling "Zum 100. Todestag Wilhelm Stolzes" aus dem Jahr 1967 und aus dem "Neuköllner Tageblatt" von 1917 dienen.