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aus: NStPr 57/3 (2008) 79–86

Schon seit geraumer Zeit ist kein Buch mehr zur Systemtheorie der Deutschen Einheitskurzschrift erschienen. Jetzt ist die Forschungs- und Ausbildungsstätte für Kurzschrift und Textverarbeitung in Bayreuth in die Bresche gesprungen und hat in ihrer Schriftenreihe als Heft 12 ein Buch von Manfred Kehrer herausgebracht. Der Titel Durch starke Kürzungen zu stenografischen Höchstleistungen weist schon auf die Zielgruppe hin, nämlich Hochleistungsstenografen. Sie werden auch heute überall dort gebraucht, wo das gesprochene Wort zusammen mit allen anderen Geschehnissen während einer Rede schnell und zuverlässig erfasst und dann in geschriebene Sprache umgesetzt werden soll.

Der Verfasser Manfred Kehrer ist einer „der vielseitigsten und bedeutendsten Stenografen und fruchtbarsten Fachschriftsteller der Nachkriegszeit"[i]. Seit den 50er‑Jahren des 20. Jahrhunderts ist er in der DDR als Wettschreiber hervorgetreten. Nach Abschluss seines Slawistik-Studiums ist er seit 1959 als Verhandlungsstenograf tätig. Seit dem Intersteno-Kongress 1961 in Wiesbaden gehört er zur Weltklasse der Hochleistungsstenografen. Dreimal hintereinander errang er den Sieg in der deutschen Sprachengruppe. Zahlreiche nationale und internationale Spitzenleistungen folgten in den nächsten Jahrzehnten, nicht nur in deutscher Stenografie, sondern auch in der Fremdsprachenstenografie. Im Mehrsprachen-wettbewerb der Intersteno errang er zwischen 1979 und 1998 achtmal den Weltmeistertitel.

Seit Anfang der 60er‑Jahre hat sich Manfred Kehrer immer wieder als Fachautor zu Wort gemeldet. Er kam in der auch heute wertvollen DDR-Fachzeitschrift „Theorie und Praxis" zu Wort, die er schließlich von 1977 bis zu deren Ende 1990 redigierte. Seitdem ist er in der deutschen Fachpresse – bis heute – mit gehaltvollen Beiträgen hervorgetreten. Die allerwichtigsten seiner Veröffentlichungen hat Reiner Kreßmann [s. Fußnote i] zusammengestellt.

Kehrers umfangreichste Arbeit erschien von 1999 bis 2003 in 23 Folgen in der „Deutschen Stenografen-Zeitung". Er zeigte dort das von ihm verwendete „System starker Kürzungen". Es entstand nach und nach Ende der 60er-Jahre. Anregungen dafür bekam er aus der Beschäftigung mit der Kürzungstechnik des tschechischen Systems Herout-Mikulík. Dieses System löste 1921 die bis dahin für das Tschechische verbreitete Anpassung des Systems Gabelsberger ab und wird bis heute in Tschechien und in einer Anpassung an das Slowakische in der Slowakei verwendet.

Sprachlich bedingt verfügt das System[ii] über einen größeren Formenreichtum als die DEK. Neben der Verkehrsschrift gibt es auch bei Herout-Mikulík ein Kürzungssystem, in dem nach Kürzungen I. und II. Grades unterschieden wird. Dem mit dem Tschechischen vertrauten Slawisten Kehrer lieferte die tschechische Technik für die Kürzungen II. Grades viele Anregungen. Ein anders gebautes kursives System zeigte, dass die grafischen Möglichkeiten der Deutschen Einheitskurzschrift bei weitem nicht ausgenutzt waren. So baute Manfred Kehrer seine ursprünglich auf der DEK beruhende Kürzungstechnik um und erzielte damit bis in unsere Tage große Erfolge.

Der herausragende Ruf des vielfachen Weltmeisters und DDR-Meisters bewogen den Deutschen Stenografenbund und seine Mitgliedsorganisationen nach der Vereinigung beider deutscher Staaten immer wieder, Manfred Kehrer zu Veranstaltungen einzuladen, in denen er über die Grundlagen seiner Erfolge und auch über seine Kürzungstechniken berichtete.

Schon am Wochenende nach der gerade vollzogenen Vereinigung war er am 6. Oktober 1990 in Bad Nauheim zu einem eintägigen Seminar des DStB über „Methoden zur stenografischen Leistungssteigerung". Am Vormittag berichtete er über die Voraussetzungen auf dem Weg zum Hochleistungsstenografen. Am Nachmittag führte er in seine Welt der Kürzungen ein. Damals notierte ich mir, dass Kehrer darauf bedacht war, „markante Kürzungen für Einzelwörter zu haben. Dabei nutzt er Verlängerungen, große Fußschleifen, Schlängelungen usw. aus." Guido Dischinger berichtete seinerzeit ausführlich in der Deutschen Stenografen-Zeitung.iii Das Seminar brachte viele neue Erkenntnisse für die Stenografen jener Zeit aus den alten Bundesländern, und so wurde Manfred Kehrer immer wieder zu Veranstaltungen gebeten.

So blieb es nicht aus, dass Kehrer gebeten wurde, sein Kürzungssystem der Fachöffentlichkeit zu zeigen. Der kam dieser Bitte in 23 Teilen nach, die von 1999 bis 2003 Heft für Heft in der Deutschen Stenografen-Zeitung erschienen. Wer Kehrer nicht schon in einem der Seminare erlebt hatte, für den tat sich eben ein, wie Hildegard Paatsch es formuliert hatte, Blick in die Stratosphäre der Kurzschriftiv auf. Nach und nach wurde in den einzelnen Teilen der Abstand zur gewohnten Kürzungstechnik der DEK immer größer. Daraus erklärte sich der Wunsch, dieses Kürzungssystem in einem Buch zusammengestellt zu bekommen.

Dem ist der Bayreuther Arbeitskreis Kurzschrift der Forschungs- und Ausbildungsstätte mit dem neuen Heft seiner Schriftenreihe nachgekommen. Mit IV + 120 Seiten übersteigt dieser Band schon den üblichen Umfang eines „Heftes". Er enthält „Arbeitsergebnisse und Erfahrungen in kompakter Form" und „systematisch aufbereitet" (S. I). Sie beruhen „auf einer Jahrzehnte währenden Berufs- und Wettschreibpraxis". Das Erscheinen ermöglicht haben insbesondere Monika Disser, M. A., und Dr. Reiner Kreßmann, denen der Autor (S. 80) ausdrücklich dankt.

Das System starker Kürzungen

Auf den Seiten 3 bis 80 breitet Manfred Kehrer ein umfangreiches, in sich abgestimmtes Kürzungsgebäude aus, das teilweise über den von der Beispielsammlung B zur Wiener Urkunde gesteckten Rahmen weit hinausgeht. Grundlage des Stenografierens ist selbstverständlich auch für Kehrer die DEK, die er bereits mit 10 Jahren bei seiner Mutter Ida Kehrer gelernt hatte, die als Inhaberin einer Privatschule für Kurzschrift und Maschinenschreiben in Aue einen guten Namen hatte. Wie wir alle stenografiert auch Manfred Kehrer zunächst mit den Zeichen und Vokalverbindungen der DEK.

Sein heutiges Kürzungssystem präsentiert er in drei Teilen. Zunächst zeigt er in Teil I „Kürzungen, die den von der Wiener Urkunde gesetzten Rahmen nicht überschreiten". Zu allen Kürzungsarten von § 14, der Kürzung auf den Anlaut, bis hin zu § 20.5, den Sonderformen, führt er vor, was sich aus der jeweiligen Kürzungsmöglichkeit noch herausholen lässt. Er macht den Leser zunächst in Übersichten – „Bilder" genannt – mit seinen Kürzungen grafisch vertraut und kommentiert sie dann, auch im Hinblick auf mögliche Verwechslungen.

Er nutzt zusätzliche Kürzungstechniken, die nach der Systemurkunde zwar möglich sind, die aber bisher nur in wenigen Fällen genutzt werden, so zum Beispiel

  • bei Anlautkürzungen mit dem Stamminlaut e den verdeutlichenden e-Ausstrich (drehen = dre, Kern = ke, regen = re);
  • bei Anlautkürzungen mit dem Stamminlaut ä die Verstärkung + einstufigem Aufstrich (Dächer = dä, drängen = drä, käme = kä).

Er bevorzugt für Anlautkürzungen mit dem Stamminlaut ü die Hochstellung mit Verstärkung, da das Absetzen für die Durchkreuzung einen Zeitverlust bedeutet und in manchen Fällen auch undeutlich ist. Kehrer bereitet die Verstärkung keine Probleme, und so kürzt er, wie in Bild 3 auf S. 4 gezeigt, in vielen Fällen Wörter auf Hochstellung und Verstärkung, für die sonst die Durchkreuzung vorgesehen ist.

Groß ist die Zahl der zusätzlichen Auslautkürzungen, die er in vielen Fällen verwendet, wo Wörter bisher höchstens verkürzt oder gar nicht gekürzt werden. Die große Zahl der Kürzungen (S. 5 bis 7) reicht

  • für die Vokale der Nebenstellung von Geld = ed bis Gelöbnis = ge-öb-is,
  • für Vokale der Hoch- und Tiefstellung von bitter = itr bis Säure = äure.

Weiter setzt sich Kehrer für Auslautkürzungen mit dem Stammselbstlaut ä mit Hochstellung + Verstärkung ein und lehnt die Vokalstellvertretung von ä durch e ab. Dabei findet er einleuchtende Lösungen für Problemfälle wie Plätze = äze, stärken = äk, ansässig = anässi, bewässern = bäss.

Analog zur Anlautkürzung befürwortet er auch bei Auslautkürzungen mit dem Stamminlaut ü die Hochstellung + Verstärkung und findet Kürzungen für Wörter, die bisher als nicht kürzbar galten: dünn = ün, müde = üde, plündern = üdr, rühmen = üm, stürmisch = ümi.

Neues und Bedenkenswertes zeigt Kehrer auch für die weiteren Kürzungsarten, nur Weniges für die Nachlautkürzung, mehr für die Inlautkürzung, zu der er auf Widersprüchlichkeiten in § 17 WU hinweist. Um Zeit zu gewinnen, schreibt er die Inlautzeichen für o, ö, ei und ä mit vorhergehenden Wortbestandteilen zusammen (S. 9). Starke Bedenken hat er gegen die Inlautkürzungen mit i- bzw. u-Punkt wegen zahlreicher Verwechslungsmöglichkeiten, aber auch wegen schlechter Verbindungsmöglichkeit.

Eine Fülle zusätzlicher Kürzungen wird für Fremdwörter und Eigennamen geboten. Auf den Seiten 12 bis 20 präsentiert er sie in den Übersichten (Bildern) 15 bis 26. Um einen Eindruck zu vermitteln, hier die Kürzungen aus Zeile 4 in Bild 17: patriarchalisch, Pilot, Polemik, polemisch, polemisieren, pragmatisch, Pragmatismus, Praktikum, praktizieren, Priester, Prinzip (= pr auf der Oberlinie), Phalanx, Phantom, Pharmazie. Eine Durchsicht lohnt sich. Hier findet sich so manche Kürzung für aktuelle Begriffe, für die man bisher nichts Passendes im Kürzungsvorrat hatte. Hier einige mögliche Beispiele (ohne Ableitungen): human, Diabetes, Dialyse, Gymnasium, hysterisch, Pilot, Pharmaindustrie, Transparent.

Den Bestand der Kürzungen nach § 20 WU baut Kehrer in acht Unterkapiteln aus. Besondere Beachtung verdient, was er zur Verkürzung von Kürzeln sagt, aber auch wie er weitere Sonderformen gemäß § 20.5 einführt.

In Teil II werden Kürzungen gezeigt, die von der DEK kommenden Stenografen schon fremdartiger erscheinen mögen, die den von der Deutschen Stenografie der DDR von 1970 kommenden Stenografen freilich völlig vertraut sind. Wir sehen, wie sich Übernahmen aus der DDR-Systemurkunde in von der DEK abweichenden Fällen im Gesamtsystem Kehrers auswirken.

Die Deutsche Stenografie von 1970[v] hat einige ungünstige Schreibungen der DEK durch bessere Lösungen ersetzt, von denen das eine oder andere in das Kürzungssystem Kehrers eingeflossen ist:

  • das Kürzel für und = DEK ver unter der Grundlinie,
  • das Kürzel für –istisch  = DEK i-Aufstrich + Eilschrift-i,
  • die Zeichen für die Mitlautfolgen st = DEK Eilschrift du, str = DEK unter[vi],
  • das Zeichen für die Buchstabenfolge rt = DEK rr,
  • das Zeichen für die Buchstabenfolge tsch = DEK Verkehrsschriftkürzel wurde, aber auf der Grundlinie aus der Redeschrift der Deutschen Stenografie.

Mit den „Kürzungen, die über die Wiener Urkunde hinausgehen" in Teil III führt uns Kehrer in die stenografische Stratosphäre. In 30 Unterkapiteln präsentiert er eine Fülle von Kürzungstechniken. Hier davon eine Auswahl:

  • Weitere Möglichkeiten der Vokalstellvertretung.
  • Doppelte Tiefstellung von Oberlängen.
  • Doppelte Hochstellung von Unterlängen.
  • Neue Möglichkeiten, um Zeichen für Mitlautfolgen mit r zu nutzen.
  • Vergrößerung von Kopf- und Fußschleifen.
  • Variationen der Zeichen für s, r, k, ng, wobei völlig ungewohnte, aber deutliche grafische Formen entstehen.
  • Einbau von rechtsschrägen Modifikationen in die linksschräg ausgerichtete DEK.

Der Platz reicht nicht, um all die von Manfred Kehrer erschlossenen Möglichkeiten hier aufzuführen.

In Teil IV äußert sich Kehrer ganz knapp zur Schreibung von Ziffern und Zahlen, ohne jedoch seine eigene Zahlenstenografie zu zeigen[vii]. Zur Zeichensetzung bemerkt er nur, dass er beim Stenografieren auf jegliche Zeichensetzung verzichtet, ein Verfahren, das sich bestens bewährt habe. (S. 80)

Die drei Anhänge bieten zu Kehrers System starker Kürzungen einen nützlichen Apparat. Mit Anhang I (S. 81 bis 84) hat Monika Disser, M A., eine Bibliographie wichtiger Standardwerke zur Deutschen Einheitskurzschrift (Systemtheorie) zusammengestellt. Dr. Reiner Kreßmann hat eine Auswahlbibliografie zu Veröffentlichungen von Manfred Kehrer zu den Themen Kürzungstechnik und Zahlenkurzschriften beigesteuert. In Anhang II (S. 85 ff.) hat die Forschungs- und Ausbildungsstätte Bayreuth ein Glossar wichtiger systemtheoretischer Fachbegriffe zusammengestellt.

Von besonderem Nutzen ist in Anhang III das Register der Kürzungen, dreispaltig von Seite 89 bis 117. In ihm wird jede der etwa 4 000 Kürzungen in den 111 thematisch unterschiedenen Kürzungsübersichten nachgewiesen, die im Text als Bilder bezeichnet worden sind. Damit lässt sich sehr gut arbeiten, und Dr. Reiner Kreßmann gebührt ein besonderer Dank für die rechnergestützte Erstellung dieses Registers.

Welche Fülle von Kürzungen in Kehrers Werk vertreten ist, sei an den Stichwörtern gezeigt, die mit dr beginnen: Draht, Dramatiker, dramatisch, Dramaturg, Dramaturgie, Dramen, Drang, drängen, drängend, drängender, drastisch, Dreh-, drehen, drehend, dringend, drohen, drohend, Drohgebärde, droht, Drohung, drucken, drücken, drückend, Drucksache, Drucksachen, druckte, drückte. Man vergleiche die Übersicht einmal mit der für die Redeschrift bestimmten Spalte in „Winklers Wörterbuch der Deutschen Einheitskurzschrift" und wird feststellen, dass Kehrer eine Fülle zusätzlicher Kürzungen und von über die Beispielsammlung B hinausgehenden Formen anbietet.

Versuch einer Würdigung

Mit der systematischen Zusammenstellung der schon über das gut ausgebaute gängige Kürzungssystem der DEK hinausgehenden Formen hat Manfred Kehrer Neuland betreten und viele Wege zur möglichen Weiterentwicklung unseres Systems gezeigt. Diese Kürzungen haben sich bei ihm bewährt, wie seine Arbeit als vielseitiger stenografischer Praktiker und seine Erfolge bei zahlreichen Wettbewerben zeigen. Sie sind seinem peniblen Schreibstil angepasst, der eine stärkere Ausnutzung von Verstärkungen zulässt und das Absetzen innerhalb einer Kürzung möglichst vermeidet.

Als stenografischer Praktiker verfügt Kehrer über eine Fülle von Kürzungen für Wörter, die andere Stenografen weniger scharf oder gar nicht kürzen, bei denen sie freilich bei gehäuftem Vorkommen bei schnellem Vortrag in Bedrängnis geraten können. Der Benutzer findet, wie die vorstehenden Vergleiche gezeigt haben, viele neue Kürzungen, die nicht den bisherigen Rahmen des Systems verlassen. Alles darüber Hinausgehende ist faszinierend. Wer davon Gebrauch machen will, muss als Hochleistungsstenograf prüfen, ob die Kürzungen in sein persönliches System hineinpassen, wozu Manfred Kehrer im Vorwort (S. 2) ausdrücklich rät.

Es sind viele grafisch neue Formen darunter, die bisher noch nicht mit einer Bedeutung belegt sein dürften. So werden viele Anregungen geboten. Jede Kürzung, die neu übernommen wird, muss freilich auch gründlich eintrainiert werden, schreibend wie lesend.

Dem Werk von Manfred Kehrer ist große Verbreitung unter der Zielgruppe zu wünschen. Das sind einmal die Hochleistungsstenografen, dann die Systemtheoretiker, die als Theoretiker sicher manches auszusetzen haben werden, was den Praktiker nicht im Geringsten bekümmert. Schließlich wendet sich das Buch auch an alle Kurzschriftwissenschaftler und Stenografen, die an den Möglichkeiten der Weiterentwicklung der DEK interessiert sind.

Dem Arbeitskreis Kurzschrift der Forschungs- und Ausbildungsstätte gebührt Dank für seine Leistung. Aus Anhang IV, einer Übersicht über die Hefte der Schriftenreihe, erfahren wir von weiteren ehrgeizigen Plänen, nämlich ein Standardwerk, die „Allgemeine Geschichte der Kurzschrift" von Dr. Christian Johnen, in drei Teilen nacheinander neu bearbeitet in 5. Auflage herauszubringen. Dafür gutes Gelingen!

Heft 12 der Schriftenreihe von Manfred Kehrer kostet 24 €, für Mitglieder der Forschungs- und Ausbildungsstätte 16 €, zuzüglich Versandkonten von 2,40 €. Bezug über die Forschungs- und Aus­bildungsstätte für Kurzschrift und Text­verar­beitung, Bernecker Str. 11, 95448 Bayreuth, Telefon: 0921/23445, Telefax: 0921/7857475.

Alle Angaben im vorstehenden Aufsatz beziehen sich auf die 3. Auflage, die 2008 erschienen ist.

* Modifizierte Fassung des in „K·M·I/Bürowirtschaft – Lehre und Praxis", 1/2008, 10–13, erschienenen Aufsatzes.

[i] Vgl. Reiner Kreßmann: Zum 70. Geburtstag von Manfred Kehrer. In: Archiv für Stenografie, Textverarbeitung, Informationstechnologie, 48 (2006) 62–66 (mit Bibliographie), hier S. 62.

[ii] Vgl. einführend Franz Moser †, Karl Erbach †, neu bearbeitet von Maria Erbach: Lebendige Kurzschriftgeschichte. Darmstadt: Winkler 91990, S. 106. – In früheren Auflagen dieses Standardwerkes vgl. S. 114 mit einer knapperen Darstellung.

[iii] Vgl. Guido Dischinger: Tips vom Weltmeister. In: DStZ 98 (1990) 258–261.

[iv] Vgl. Hildegard Paatsch: DStB-Seminar in Hamburg: Mit Manfred Kehrer in die „Stratosphäre" der Kurzschrift. In: DStZ 99 (1991), S. 205 f.

[v] Eine knappe Übersicht finden Interessenten bei Moser/Erbach a. a. O., S. 89 f.

[vi] Mit diesen beiden Zeichen entfallen all die Probleme für st, str, die Hans Treschwig kürzlich im Einzelnen ausführlich in „K·M·I/Bürowirtschaft – Lehre und Praxis", 4/2005 - 3/2007, beschrieben hat.

[vii] Sie ist zugänglich in dem Aufsatz von Manfred Kehrer: Über Zahlenstenografien. In: NStPr 56 (2007) 65–89, hier S. 83–86.

150. Todestag von Wilhelm Stolze

Einen unschätzbaren Beitrag zur Schaffung einer Kurzschrift, mit der Parlamentsdebatten aufgenommen werden konnten, hat Wilhem Stolze geleistet. Er war gleichsam der Urvater der Berliner Parlamentsstenografen. Zur Erinnerung an ihn, dessen Todestag sich dieses Jahr zum 150. Mal jährt, mögen die Artikel von Rudolf Eggeling "Zum 100. Todestag Wilhelm Stolzes" aus dem Jahr 1967 und aus dem "Neuköllner Tageblatt" von 1917 dienen.