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geschrieben von Dr. Hans-Jürgen Bäse (Braunschweig)

aus: NStPr 57/3 (2008) 79–86

Schon seit geraumer Zeit ist kein Buch mehr zur Systemtheorie der Deutschen Einheitskurzschrift erschienen. Jetzt ist die Forschungs- und Ausbildungsstätte für Kurzschrift und Textverarbeitung in Bayreuth in die Bresche gesprungen und hat in ihrer Schriftenreihe als Heft 12 ein Buch von Manfred Kehrer herausgebracht. Der Titel Durch starke Kürzungen zu stenografischen Höchstleistungen weist schon auf die Zielgruppe hin, nämlich Hochleistungsstenografen. Sie werden auch heute überall dort gebraucht, wo das gesprochene Wort zusammen mit allen anderen Geschehnissen während einer Rede schnell und zuverlässig erfasst und dann in geschriebene Sprache umgesetzt werden soll.

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geschrieben von Rosemarie Hänsel, Dresden

aus: NStPr 56/3 (2008)

Buch und Buchstabe sind Behälter, die der menschliche Geist konstruiert hat zu seiner eigenen Konservierung, um sich in ihnen zu erhalten und damit zu triumphieren über die Vergänglichkeit des Einzelindividuums, an das er einerseits immer unlöslich gebunden ist und mit dem er vergeht und von dem er doch andererseits auf diese eine Weise abtrennbar wird und frei und bleibend.

Buch und Buchstabe sind die genialsten Erfindungen des menschlichen Geistes, denn sie bedeuten nichts mehr und nichts weniger als den Sieg über den Tod.

Buch und Buchstabe sind die Schalen, in denen der menschliche Geist sich selber auffängt und weiter reicht von einem Geschlechte der Sterblichen zum andern.

(Rudolf Stövesand)

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geschrieben von Elisabeth Liebler (Wachenroth)

aus NStP 56/4 (2007) 97-115

Einführung

In ihrem Magazin „Wissen", Ausgabe 6/2006, berichtete „Die Zeit" über Gedächtnis-Hochleistungen und Gedächtnistraining. Nicht erwähnt wurden, wie so oft in den Medien, ganz besondere Gedächtniskünstler: Parlaments- und Verhandlungsstenografen. Auch sind sie der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt.

Stenografie, die verkannte Schönheit des geistigen Leistungssports, führt ein Mauerblümchen-Dasein, seitdem sie durch moderne Technik aus den Büros verdrängt wurde. Weder ihre Effektivität und Effizienz noch ihre ästhetische Ausdrucks- und Gestaltungskraft werden gebührend gewürdigt.

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150. Todestag von Wilhelm Stolze

Einen unschätzbaren Beitrag zur Schaffung einer Kurzschrift, mit der Parlamentsdebatten aufgenommen werden konnten, hat Wilhem Stolze geleistet. Er war gleichsam der Urvater der Berliner Parlamentsstenografen. Zur Erinnerung an ihn, dessen Todestag sich dieses Jahr zum 150. Mal jährt, mögen die Artikel von Rudolf Eggeling "Zum 100. Todestag Wilhelm Stolzes" aus dem Jahr 1967 und aus dem "Neuköllner Tageblatt" von 1917 dienen.