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Die Bibliothek des Verbandes der Parlaments- und Verhandlungsstenografen geht zurück auf die Bibliothek des Stenografenvereins des Berliner Kurzschrifterfinders Wilhelm Stolze. Diese wurde nach Auflösung der Vereine in den Stenografischen Dienst des Deutschen Reichtstages überführt und ist dann im Januar 1945 im Bombenhagel untergegangen. Nach dem Krieg wurde sie von engagierten Parlamentsstenografen wiederauffüllt und hat nach mehreren Quartierswechseln in Bonn nun in den Räumen des Stenografischen Dienstes des Deutschen Bundestages ihren Platz gefunden. Sie ist keine Präsenzbibliothek und kann in besonderen Fällen nach Voranmeldung in sitzungsfreien Zeiten in Begleitung eines Angehörigen des Stenografischen Dienstes des Deutschen Bundestages benutzt werden.

Der Katalog der Bibliothek liegt als pdf-Dokument vor (nach dem Einloggen hier abrufbar). Sammelschwerpunkte sind nationale und internationale stenografische Zeitschriften, Werke zur Kurzschrift- und Parlamentsgeschichte, Biografien bedeutender Stenographen sowie Kurzschriftlehrbücher mit Schwerpunkt Redeschrift. Für entsprechende Buchspenden sind wir dankbar. Ansprechpartner ist der Verbandsbibliothekar Dr. Detlef Peitz.

Stenografen bei den Friedensverhandlungen vor 100 Jahren

Eine wichtigen Beitrag zu den Friedensschlüssen der Jahre 1918 und 1919 lieferten die Protokolle der damaligen Parlamentsstenografen bzw. Kammerstenographen, wie sie sich selbst nannten. Wir beginnen die Serie mit einem Zeitzeugenbericht zu den Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen mit Russland in Brest-Litowsk; es folgen weitere Berichte zu den Friedensverhandlungen mit Bulgarien und Rumänien in Bukarest im Jahr 1918 und natürlich mit der Entente in Versailles im Jahr 1919.